Vom Förderer der heimischen Wirtschaft zur innovativen Kraft

Die Geschichte der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – DER KLEINE KREIS beginnt Ende 1950. Am 15. Dezember treffen sich über 20 Herren führender oldenburgischer Unternehmen in den Räumen des Hotels Hassenbürger. Ziel der Zusammenkunft ist – wie es Dr. Kurt Jahncke, der spätere Geschäftsführer, in seiner Einladung formuliert, "einen kleinen Kreis von oldenburgischen Wirtschaftlern […] für besondere Aufgaben zusammenzuführen". Tatsächlich heißt es in der ersten Satzung vom 31. August 1951: Ein "kleiner Kreis" von Verantwortlichen, der "die Vereinigung von Persönlichkeiten und Firmen der Wirtschaft aus dem Wirtschaftsgebiet Oldenburg, die auf den Boden der freien Wirtschaft und des freien Unternehmertums stehen", bezweckt. Außerdem soll er "dem Interesse des gemeinsamen Wohls und der Förderung der heimischen Wirtschaft" dienen.

In den Jahren nach der Gründung entwickelt sich der Verein durch sein Engagement und sein Auftreten rasant weiter, so dass bereits auf der Jahreshauptversammlung am 10. Juni 1955 verkündet werden kann, "daß der Kleine Kreis nunmehr 60 Firmen umfasst".

Ende der 1950er Jahre beginnt die Phase, in der die bis heute erfolgreichen Veranstaltungen des KLEINEN KREISES ihren Anfang nehmen. Der berühmte erste "Abend im Schloss zu Oldenburg", kurz Schlossabend, im Jahr 1957 mit seinem berühmten ersten Gast, dem damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard, ist hier gleichermaßen programmatisch für die politische Zielrichtung des KLEINEN KREISES wie symptomatisch für seine Bedeutung. Der Schlossabend repräsentiert nicht nur die Oldenburger Wirtschaft, sondern auch Oldenburg als Zentrum politischer Macht und Stärke im Nordwesten.

Und so erweist sich in den folgenden Jahr(zehnt)en die Beständigkeit des KLEINEN KREISES und seiner Mitglieder im Festhalten an wacher politischer Beobachtung und Diskussion an der Regelmäßigkeit und dem Erfolg der Veranstaltungen der Wirtschaftlichen Vereinigung. Durch die wechselhaften Zeitläufe der deutschen Politik und Wirtschaftsentwicklung ist sich der KLEINE KREIS so in Anspruch und Ambition treu geblieben. Doch damit nicht genug: Im Laufe der Jahre hat die Wirtschaftliche Vereinigung manchen Anlass gefunden, als innovative Kraft den Fortschritt im nordwestlichen Raum regional zu fördern und zu unterstützen.