Um die Ecke denken

Begrüßten Prof. Dr. Eckard Minx (Mitte) zur Vortragsveranstaltung im Alten Landtag Oldenburg (von links): Vorsitzender Martin Steinbrecher und Geschäftsführer Jürgen Lehmann. Bild: Markus Hibbeler
Begrüßten Prof. Dr. Eckard Minx (Mitte) zur Vortragsveranstaltung im Alten Landtag Oldenburg (von links): Vorsitzender Martin Steinbrecher und Geschäftsführer Jürgen Lehmann. Bild: Markus Hibbeler

Oldenburg, 22.10.2019. „Nur wer sich verirrt, entdeckt die Welt“, erklärte Prof. Dr. Eckard Minx und mahnte an, dass Unternehmen einer ständigen Erneuerung unterliegen müssen, um sich am Markt behaupten zu können. Der Vorsitzende des Vorstandes der Daimler und Benz Stiftung sprach im Alten Landtag Oldenburg vor rund 200 Gästen der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – DER KLEINE KREIS.

Sein Thema: „Unternehmen im Wandel – Vom Weg abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben“. Minx erläuterte, dass Veränderungen eine Konstante in der Menschheitsgeschichte seien. Insbesondere das 19. Jahrhundert sei eine bahnbrechende Epoche voller Erfindungen gewesen. Aber die Innovationszyklen hätten sich dramatisch verkürzt. „Wir erleben zurzeit einen wahren Innovationsrausch.“

„Wir müssen lernen, nicht mehr über alles die Kontrolle haben zu können, da die Welt inzwischen zu komplex ist“, erklärte Eckard Minx. Auf diese immer schneller werdenden Veränderungen müsse man sich vorbereiten, gerade auch als Unternehmer. Wer bestehen wolle, müsse um die Ecke denken, kreativ kombinieren und Innovation und Wissen verbinden. Daraus entstehe Neues.

„Wir müssen uns von den altgewohnten Überzeugungen verabschieden, alles zu wissen und zu erkennen“, so der Professor. Wer die Zukunft gestalten wolle, wer entscheiden wolle, der müsse sich von Vorurteilen und Ideologien lösen. Und dann sei auch die Digitalisierung kein Schreckgespenst, sondern eine Herausforderung.

In seiner Begrüßung stellte Martin Steinbrecher, Vorsitzender des KLEINEN KREISES, fest: „Im Grunde genommen ist es doch eine uralte Geschichte, die wir hier erzählen vom Wandel und vom Fortschritt, von Anpassung und Verdrängung“.
Zu jeder Zeit hätten Menschen nach neuen Wegen und neuen Lösungen gesucht. Dem einen sei das mehr gelungen, dem anderen weniger. „Und immer wieder stand am Ende die Erkenntnis: Immer nur geradeaus funktioniert nicht. Um die Ecke denken, querdenken, gegen den Strich – das ist in der Vorwärtsbewegung immer auch ein Moment des sich Besinnens. Und jeder Unternehmer muss genau dies leisten.“