US-Politik wird unberechenbar

Diskutierten über die neue US-Politik (von links): Martin Steinbrecher, Vorsitzender des KLEINEN KREISES, Dr. Melinda Crane und der Geschäftsführer des KLEINEN KREISES, Jürgen Lehmann. Bild: KLEINER KREIS
Diskutierten über die neue US-Politik (von links): Martin Steinbrecher, Vorsitzender des KLEINEN KREISES, Dr. Melinda Crane und der Geschäftsführer des KLEINEN KREISES, Jürgen Lehmann. Bild: KLEINER KREIS

Oldenburg, 04.04.2017. Welche Politik schlägt der neue US-Präsident ein und welche wirtschaftlichen Folgen wird seine Präsidentschaft haben? Diese und andere Fragen versuchte Dr. Melinda Crane, politische Chef-Korrespondentin im englischen Programm beim Auslandssender Deutsche Welle TV, in der Veranstaltung "Marktwirtschaft aktuell" des KLEINEN KREISES zu beantworten. Fast 250 Gäste hörten gespannt dem Vortrag der Journalistin zu: "Was bedeutet 'America first' für die transatlantischen Beziehungen?".

In seiner Begrüßung hatte der Vorsitzende des KLEINEN KREISES, Martin Steinbrecher, auf die "dilettantische" Politik des US-Präsidenten hingewiesen und die daraus resultierenden Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft. Auch im Nordwesten seien etliche Firmen von stabilen Handelsbeziehungen zu den USA abhängig.

Dr. Melinda Crane verdeutlichte, dass Donald Trump in der Handelspolitik auf Abschottung setze. Er sei der Meinung, in der Vergangenheit sei die USA im Geflecht des globalen Handels ungerecht behandelt worden. "Ich kann Ihnen nicht sagen, wie seine Handelspolitik sich entwickeln wird, denn er ist unberechenbar und somit auch seine Politik", so Crane.

Donald Trump setze auf Deregulierung, ist sich die Journalistin sicher. Er wolle vor allem die US-Banken entlasten. Viele Ökonomen bezweifelten, dass das etwas bringe. "Europa muss sich aber darauf einstellen, dass es schwieriger wird, sich auf globale Regeln im Finanzsektor zu einigen", sagte Crane.