BDA-Chef beim KLEINEN KREIS

Zu Gast beim KLEINEN KREIS (von links): Geschäftsführer Jürgen Lehmann, Gastredner Steffen Kampeter, BDA-Hauptgeschäftsführer, und Martin Steinbrecher, Vorsitzender des KLEINEN KREISES.
Zu Gast beim KLEINEN KREIS (von links): Geschäftsführer Jürgen Lehmann, Gastredner Steffen Kampeter, BDA-Hauptgeschäftsführer, und Martin Steinbrecher, Vorsitzender des KLEINEN KREISES.

Oldenburg, 18.09.2017. Digitale Revolution, Champions-League-Problem, Reform-Stau: Deutschland sei gefühlt noch auf der Überholspur, aber es laufe Gefahr, bei wichtigen Entwicklungen den Anschluss zu verlieren, warnte der BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. Er war Gast bei der Vortragsveranstaltung "Wirtschaft und Politik" der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg - DER KLEINE KREIS. Rund 200 Gäste waren am 18.09.2017 in den Alten Landtag in Oldenburg gekommen.

In seiner Begrüßung warnte Martin Steinbrecher, Vorsitzender des KLEINEN KREISES, vor allzu großer Selbstzufriedenheit. Zwar sei Deutschland in einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs und der Arbeitsmarkt sei so stabil wie lange nicht, aber: "Es gibt viele Reformen anzupacken und das macht man am besten in wirtschaftlich gesunden Zeiten", so Steinbrecher.

Steffen Kampeter bestätigte Martin Steinbrechers Einschätzung: Deutschland leide am Champions-League-Problem. "Solange alles in Ordnung ist, sieht niemand Reformbedarf." Bis etwas passiere, so wie beim FC Bayern nach dem Champions-League Viertelfinal-Aus in Madrid.

Im Zuge der digitalen Revolution müssten Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Politik neu denken: "Sie ist schneller, globaler und zerstörerischer als alle Revolutionen vorher", erklärte der BDA-Hauptgeschäftsführer. Kampeter plädierte dafür, Arbeit neu zu definieren. Arbeit und Arbeitszeitmodelle müssten sich den neuen Bedingungen anpassen.